Zusammenfassung, Tipps und Fazit zum Norwegen Roadtrip (03.10.2021)

Mein persönliches Fazit zur Norwegen Reise

Hat sich das erfüllt, was ich mit von dem Norwegentrip versprochen habe? Jein. Zum Einen bin ich sehr schlecht vorbereitet auf diese Reise gegangen, weil sich die Möglichkeit so spontan ergeben hat. Normalerweise lese ich mich wochenlang zuvor in das Land das ich bereise ein. Diesmal waren es vom Tag der Entscheidung bis zur Abreise 2 Wochen. Einiges habe ich unterwegs aufgeholt und Anderes habe ich dem Zufall überlassen, was auch nicht immer das Schlechteste ist. Ich hätte nicht gedacht, dass ich tatsächlich jeden Tag hinter dem Steuer sitzen würde, doch unterwegs habe ich festgestellt, dass 8 Wochen fast zu kurz sind um das Land von Senja bis in den Süden einigermaßen kennenzulernen. Auch wenn es unverschämt klingen mag, das nächste Mal wünsche ich mir mehr Zeit. Oder man müsste sich in mehreren Reisen wirklich immer nur ein Gebiet herauspicken und dieses dann mit mehr Zeit und Muße ansehen.

Ich habe mich zum Teil zu sehr angetrieben um all das zu sehen was ich mir vorgenommen hatte. In der Beziehung stehe ich mir selbst oft im Weg, weil ich mir zu wenig Ruhe gönne. 

Trotzdem, war es unglaublich schön. Einfach 8 Wochen niemandem – oder fast niemandem – Rechenschaft ablegen zu müssen, was man wann und warum macht. Einfach jeden Tag neu entscheiden zu können wohin der Weg geht. Und wie bereits erwähnt, ist es vor Allem die Natur Norwegens, die unglaublich abwechslungsreichen wirklich zum Teil monumentalen Landschaften, die Größe des Landes, verbunden mit der dünnen Besiedlung , die einem Raum zum Atemholen gibt und Momente der absoluten Ruhe beschert, die ich aufgesogen habe wie ein Schwamm.

Was mir in Norwegen im Vergleich zu Schottland ein wenig abgegangen ist, ist die Freundlichkeit der Menschen. In Schottland wird man an jeder Ecke in ein Gespräch verwickelt, die Menschen dort sind unglaublich freundlich und kommunikativ. Die Norweger habe ich als sehr reserviert empfunden. 

Oftmals war noch nicht einmal ein Grüßen möglich, wenn man sich auf dem Weg begegnete .. Ich hatte den Eindruck, dass die Menschen weiter im Süden Norwegens offener sind. Das ist meine persönliche Einschätzung. Ich weiß, dass es andere Meinungen gibt, aber wie sagt der Rheinländer,: Jeder Jeck ist anders…

Fragt mich jemand welche Gegend mir am Besten gefallen hat, so könnte ich keine eindeutige Antwort geben. Ich fand Senja toll, Andenes und die Vesterålen. Klar, auch die Lofoten – ach ich weiß nicht. Alles hatte seinen ganz besonderen Reiz.

Außerdem bin ich extrem froh, dass mein Wohnmobil alles so prima, ohne Mucken und murren mitgemacht hat. Manche Straßen waren doch sehr herausfordernd, aber das liegt ja nun an jedem selber, ob er/sie sich auf Abwege begibt oder brav auf den gut ausgebauten Hauptstraßen bleibt. Aber Autofahren in Norwegen ist trotzdem entspannter als in Deutschland, weil aufgrund der Beschaffenheit der Straßen meist Geschwindigkeitsbeschränkungen herrschen. Und wenn ich mal das Gefühl hatte, das ich jemanden aufhalte, bin ich einfach rechts rangefahren und dann gemütlich weitergetuckert.

Mobilfunknetz in Norwegen

Positiv und ganz anders als in Deutschland ist das Mobilfunknetz zu erwähnen. Ich konnte überall ohne Probleme an meinem Blog arbeiten und Bilder einstellen. Lediglich ganz oben auf dem Aurlandfjell gab es kein Mobilfunknetz.

Spritpreise in Norwegen

Da kann von bis alles drin sein. Ich habe den Hauptgewinn in Trondheim mit 1,27€/Liter Diesel gemacht, aber oftmals werden auch 1,74€/Liter aufgerufen. Daher habe ich meist, sobald ich eine Tankstelle mit einem Preis um die 1,45€ gesehen habe draufgetankt, damit ich nicht irgendwann gezwungen bin für 1,74€ zu tanken.

AutoPass, BroBizz, Fähre

Ich habe meinen Autopass wie beschrieben an der Grenze geholt, dort gab es ihn unentgeltlich, aber es hat einige Mühe gekostet das Ding zu aktivieren. Einfacher ist es, wenn man rechtzeitig den BroBizz Transponder bestellt und ihn sich nach Hause schicken lässt. Dazu gibt es eine passende App die auch verständlich zu bedienen ist. Das Konto für die Fährfahrten sollte man zu Hause schon einrichten und bezahlen : hier nochmals der Link. https://autopassferje.no/?lang=en Hier sieht man auch alle Fahrten und die bisherigen Kosten. Die ID des BroBizz Transponders wird meines Wissens automatisch in das Fährenkonto übernommen. Falls nicht, ist es aber auch kein Problem die Nummer dort einzutragen.

Hat man dann den Transponder und das Ferjekonto (Fährenkonto) kommt man problemlos auf fast alle Fähren in Norwegen und spart jedesmal 50% der Kosten. Wenn Geld auf dem Fährenkonto übrig ist, kann man es sich nach der Reise wieder auszahlen lassen.

Die Maut wird über den Transponder erfasst und die entstandenen Kosten kann auf Mysite https://minside.autopass.no einsehen. So weit ich es bisher weiß, bekommt man über die Maut eine Rechnung nach Hause geschickt.

Weiterhin sollte man sich ein Konto auf https://account.epass24.com/en/account/myaccount einrichten, damit das Fahrzeug in die richtige Kategorie eingetragen wird, hierfür ist ein Scan des Fahrzeugscheines nötig. Auch werden hier die Daten für die Stadtmaut erfasst die in manchen Städten erhoben wird.

Einkaufen in Norwegen

Ja, Lebensmittel sind in Norwegen teurer als in Deutschland, aber wenn man darauf achtet, dass man heimische Produkte einkauft, kann man die Kosten in Grenzen halten. Ich konnte keine gravierenden Unterschiede zwischen den einzelnen Supermärkten feststellen. Mal hat der eine etwas im Sonderangebot, mal der andere. Lidl, Aldi und Co. sucht man in Norwegen vergebens. Wenn man bei Coop oder Extra einkauft und nach Eigenmarken Ausschau hält kann man für norwegische Verhältnisse günstig einkaufen. An Dinge wie Fiskepudding habe ich mich nicht herangetraut. Ich habe 1x Fiskekaker gekauft und diese haben ähnlich geschmeckt und gerochen, wie sie heißen. 😉 – brauche ich nicht noch einmal.

Wandern in Norwegen

Wer meine Berichte aufmerksam gelesen hat, weiß Bescheid. Ein als mittelschwer ausgewiesener Wanderweg bedarf absoluter Trittsicherheit und einer guten Grundkondition. Diese Wege sind meist mit Pflöcken ins Gelände markiert, aber es sind keine präparierten Wege, sondern gehen über Stock, Stein, Wurzeln, Felsen und Moos und sind oftmals auch rutschig. Ich würde zu Wanderstöcken raten, die ich leider nicht dabei hatte, doch auch mit Wanderstöcken wäre ich die Hälfte der Wege nicht gelaufen. Schon aus Angst allein irgendwo auszurutschen und niemanden zu haben der helfen kann.

Wie schwere Wanderwege aussehen, mag ich mir da gar nicht vorstellen…. diese habe ich erst gar nicht angesteuert.

Alleine Reisen

Man muss schon gut mit sich selbst klar kommen, wenn man in Norwegen allein unterwegs ist, da es an vielen Orten wirklich nichts als Natur gibt. Natürlich kann man so eine Reise auch so gestalten, dass man mehr Städte und offizielle Stellplätze anfährt und wenn man in der Hauptsaison unterwegs ist, ist man dem vernehmen nach an den Hotspots auch alles andere als allein. Das hängt also an jedem selbst.

Ich habe auf der gesamten Reise kein Gefühl der Unsicherheit oder Bedrohung empfunden, wenn ich allein irgendwo gestanden habe. Das gilt auch für Schweden und Dänemark.

Alles in Allem bin ich nun 8100km gefahren. Meine Route findet Ihr unter diesem Link, den ich jedoch nur auf Anfrage auf Eure Email Adresse freischalten kann. Also einfach nachfragen und mir die Email mitteilen und Ich schalte Euch frei. In der Route sind auch alle Stellplätze mit Bildern eingefügt. Die grünen Plätze sind Freistehplätze und die gelben gegen Bezahlung. Die Kosten für die Bezahlplätze habe ich auch eingetragen. Route mit Stellplätzen

Apropos Bezahlen… Falls Euch meine Berichte und Tipps gefallen: es gibt auf dem Blog einen Spendenbutton der mit hilft den Blog nach Möglichkeit werbefrei zu halten und die Kosten zu decken. Daher würde ich mich über Eure Unterstützung sehr freuen.  Vielen Dank im Voraus und bis zur nächsten Reise.

liebe Grüße Eure Ellen

4 Gedanken zu “Zusammenfassung, Tipps und Fazit zum Norwegen Roadtrip (03.10.2021)

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